Plastikfreieres Bad

So ich denke das Projekt Bad ist geschafft. Natürlich haben wir noch Plastikartikel, aber nur darum, weil wir diese noch aufbrauchen werden, bevor wir uns Alternativen besorgen. Vorweg will ich nochmals betonen, dass wir seit ca. 2 Jahren nur Naturkosmetik verwenden. Dies würde ich auch jedem empfehlen, auch wenn die Produkte nicht optimal verpackt sind. Denn in den meisten herkömmlichen Kosmetikartikel steckt wirklich sehr viel bedenkliche Chemie.

Aber auch Plastik in Form von Mikroplastik. Hier eine Produktliste von Greenpeace:
http://www.greenpeace.org/austria/Global/austria/dokumente/ratgeber/Konsum_Mikroplastik_Ratgeber_Juli2014_Auflage2.pdf

Das große Problem mit dem Mikroplastik ist, dass es durch das Abwasser in die Gewässer gelangt, dort mit anderen Umweltgiften vermischt wird und dann von vielen Tieren gegessen wird. Somit gelangt es dann auch wieder in die Nahrungskette.

Gerade eben hab ich auf Facebook noch einen Bericht über Schadstoffe in Kosmetik von Stiftung Warentest gelesen:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/stiftung-warentest-warnt-vor-schadstoffen-in-kosmetik-a-1035526.html

Dies sind nur 2 Links, es gibt unzählige Berichte und auch Bücher über potentiell schädliche Kosmetikartikel. Auf jeden Fall trau ich herkömmlicher Kosmetik nicht und darum der Griff zur Naturkosmetik.

Grundsätzlich hab ich aber nun gemerkt, dass eigentlich das Beste bei der Vermeidung von Müll und potentiellen schädlichen Stoffe die Reduzierung ist. Darum hier nun die wichtigsten Badutensilien aus meiner Sicht:

Zahnbürste & Zahncreme:

Dies hab ich ja schon erwähnt: die Holzzahnbürste ist endlich angekommen. Ich muss sagen, ich finde es sehr angenehm mit ihr zu putzen. Ich muss allerdings erwähnen, dass wir immer zwischen elektrischer und Handzahnbürste gewechselt haben. Darum macht mir die Umstellung auch nichts aus. Sicherlich ist es wahrscheinlich gewöhnungsbedürftiger, wenn man nur mit elektrischer Zahnbürste putzt. Als Zahncreme verwenden wir, wie schon erwähnt, Birkenzucker gemixt mit Natron. Dies hab ich in ein Glas mit Löffel abgefüllt und schön beschriftet. Schaut gut aus und funktioniert einwandfrei.

Deo & Parfum:

Auch hier hab ich schon erwähnt, dass wir die Alverde Deo’s im Fläschen verwenden. Wir sind sehr zufrieden. Es gibt auch andere Hersteller, hier eine Auflistung von Deo’s von Naturkosmetikherstellern:
https://news.utopia.de/ratgeber/deo-ohne-aluminium-5-empfehlenswerte-marken/?_ga=1.21476408.2014225205.1437997983

Aber ein Deo selbst herzustellen, ist wirklich einfach und wird zukünftig von mir auch so gemacht: abgekochtes Wasser, 1 Teelöffel Natron und ein ätherisches Öl. Fertig.

Parfum ist bezüglich Plastik eigentlich kein Thema, da die meisten sowieso in Glas abgefüllt sind. Jedoch bin ich seit der Stillzeit sowieso parfumfrei. Seit der Geburt von Paulin verwende ich Rosenwasser. Finde das riecht gut und erfrischt zugleich.

Shampoo & Duschgel:

Shampoo haben wir durch eine Seife ersetzt. Statt Duschgel könnte man auch einfach eine Seife nehmen und zwar die gleiche wie für die Haare. Ich hab mir das Duschgel selbst gemacht: Kernseife, Olivenöl, Wasser, ätherisches Öl. Fertig.

Badezusätze:

Badekugeln hab ich immer noch von unserer Aktion für „Gemeinsam für Kinder der Welt“, da haben wir ja viele selber gemacht. Aber ich hab auch Badesalz selbst gemischt. Dies ist auch sehr einfach. Totesmeersalz, dazu Kräuter mischen und dann noch ein paar Tropfen ätherische Öle. Fertig.

Bodylotion:

Da hab ich ein Körperöl von Alverde und eine Milch von Weleda. Beides in Fläschen, beides kaum genutzt. Auch hier würde es unzählige Rezepte geben. Aber da ich dies sowieso kaum verwende, bleib ich bei meinen gekauften….und das wahrscheinlich noch für die nächsten Jahre.

Sonnencreme:

Mit Sonnencreme steh ich auf Kriegsfuß. Derzeit hab ich noch natürliche Sonnencreme, diese lässt sich aber sehr schlecht verschmieren. Sodass ich den Büffeln in Mallorca in Nichts nachstehe. Anderer Sonnencreme trau ich nicht, wegen der Inhaltsstoffe. Ich hab auch schon gelesen, dass es fast gesünder ist, keine aufzutragen. Na ja, das will ich dann auch wieder nicht, da ich ja laut Hautarzt Risikopatient bin. Gestern auf dem Markt hat mir eine Frau noch die Sonnencreme und Sonnenöl von Feeling empfohlen. So oder so, alle sind in Plastik verpackt. Mein Plan ist es jetzt, die vorhandenen noch aufzubrauchen und dann vielleicht das Öl auszuprobieren.

Schminkutensilien:

Verwende ich im Moment auch kaum. Die vorhandene wird aufgebraucht, dauert wahrscheinlich noch ewig. Ich hab allerdings in diversen Blogs gelesen, dass anscheinend Grüne Erde eine plastikfreie gute Schminke hat.

Rasierer:

Bis jetzt haben wir die Einwegrasierer verwendet. Diese werden aber dann durch einen Rasierhobel ersetzt. Klappt anscheinend einwandfrei und dies plastikfrei.

Dies sind derzeit die wichtigsten Utensilien in unserem Badezimmer. Wie gesagt beim WC-Papier bleiben wir trotz Plastikverpackung beim „DANKE“ Papier. Auch die WC-Bürste aus Plastik will ich nicht gegen eine aus Holz austauschen. Was bei uns auch noch viel genutzt wird sind Wattestäbchen, diese nehmen wir von DM aus Biowatte und Papier, nur beim Karton ist ein kleines Plastiksichtfenster, das verkraften wir auch. Ich denke das plastikfreiere Badezimmer ist recht gut gelungen. Die Devise war hier: reduzieren. Dies ist sowieso im Moment das Schlagwort. Ich versuch im ganzen Haushalt zu reduzieren bzw. wegzuschaffen wo es geht. Wir haben so viele Dinge, die wir einfach nicht verwenden bzw. unnötig gekauft haben. Dies will ich in Zukunft vermeiden, was natürlich im Hinblick auf den Umzug nur von Vorteil ist.

Plastikfreier leben