Eishockeyausrüstung aus Holz?

Soll ich dies nun von Clemens verlangen, damit auch sein Hobby in unser plastikfreieres Leben passt? Nein, soweit gehen wir nicht. Obwohl er ja schon richtig tolle Exemplare im Internet gefunden hat 🙂

Quelle: http://i.ytimg.com/vi/QUq_OFfs3BE/hqdefault.jpg

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Quelle: http://thumbs.ebaystatic.com/d/l225/m/mqUZq4Xknc7LNKuiKpY-kaw.jpg

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Nach einer Woche des Selbstversuchs muss ich sagen, dass dies eine tolle Idee war. Zum einen ist dieses Projekt sehr informativ und zum anderen macht es auch richtig Spaß. Nochmals zur Einstimmung hab ich mir die Doku „Plastic Planet“ angeschaut und diverse Berichte gelesen. Dies hat mir nochmals gezeigt, dass dieser Weg nun wirklich sinnvoll ist. Es gibt auf jeden Fall Dinge bei denen Plastik unvermeidlich ist, trotzdem gibt es für viele Alltagsgegenstände gute und vor allem auch gesündere Alternativen. In erster Linie hab ich in dieser Woche darauf geachtet, kein neues Plastik zu kaufen. Dies, muss ich sagen, ging wirklich überraschend gut. Auf dem Markt, aber auch im Spar im Dorf, ist es eigentlich gar kein Problem, sich Sachen, in die von mir mitgebrachten Behälter, geben zu lassen. Ich dachte mir davor, dass ich bestimmt schräg angeschaut werde, aber überhaupt nicht. Offenbar gibt es mehrere Leute die dies so machen. Anscheinend hab ich auch schon eine Mutter einer Freundin, die dies früher auch gemacht hat, angeregt, nun auch wieder mit Behälter einkaufen zu gehen. Ist doch toll. Wie gesagt, wir sind diese Woche nicht verhungert. Brot, Käse, Wurst, Gemüse und Obst sind problemlos plastikfrei auf dem Markt zu bekommen. Eigentlich auch im normalen Lebensmittelgeschäft, nur das Angebot an Gemüse und Obst ist da schon eingeschränkter. Weil es ja offenbar lebensnotwendig ist, Gurken in Plastik zu verpacken. Milch haben wir beim Bauer geholt. Kleine Kompromisse gehe ich bei den Einmachgläsern ein, denn wenn man genau ist, ist in den Deckeln auch eine Plastikabdichtung, aber um die werden wir nicht rundherum kommen. Aber das werden wir verkraften.

Mit den Stoffwindeln klappt es auch wunderbar. Bis jetzt finde ich es auch gar keinen wahnsinnigen Aufwand. Klar muss man mehr waschen, aber dafür hat man wirklich viel weniger Müll. Ich denke im Urlaub wird es wahrscheinlich etwas schwierig, da werden wir dann wahrscheinlich doch für eine Woche auf Wegwerfwindeln umsteigen, jedoch hab ich mittlerweile rausgefunden, dass es auch kompostierbare Windeln gibt. Auf diese werden wir dann in dieser Zeit zurückgreifen.

Nachdem ich bei der Nachfrage nach der Holzzahnbürste bei unserm Generalunternehmer in Andelsbuch für Gelächter gesorgt habe und sogar mit dem Bregenzerwälder Tourismusbüro telefoniert habe, bestellte ich dann doch die Bürsten im Internet. Aber ich habe es wirklich versucht, diese regional und plastikfrei im Ländle zu besorgen. Inzwischen putzen wir noch mit den Plastikzahnbürsten, allerdings mit selbstgemachten Zahnputzpulver aus Natron und Birkenzucker. Funktioniert einwandfrei. Wir finden es zwar witzig sich mit Zucker die Zähne zu putzen, aber ist anscheinend sehr karieshemmend. Ein großer Schritt unser Badezimmer plastikfreier zu machen, hat nun damit begonnen einfach auszumisten. Dinge die wir gekauft haben und bis heute nicht verwendet wurden, werden jetzt aussortiert. Ich habe diese Sachen natürlich nicht weggeschmissen, sondern habe sie verschenkt. Jetzt sieht das Bad schöner aus und der Schrank ist auch nicht mehr so voll. Die Kosmetikartikel die wir noch haben und auch benutzen, werden jetzt noch geleert und dann Schritt für Schritt durch plastikfreie Alternativen ersetzt. Deos verwenden wir die von der DM Naturkosmetiklinie Alverde. Diese sind in Glasfläschen, nur der Deckel und der Sprühaufsatz sind aus Plastik. Jedoch drücken wir da wieder ein Auge zu. Sowieso werden auch diese nun geleert und dann mit selbstgemachtem Deo befüllt. Mit Wasser, Natron und ätherischem Öl. Einfacher geht es ja dann nicht mehr. Körperlotion und Körperöl gibt es von Alverde und Weleda auch in Flaschen. Badekugeln und Badesalze mach ich schon seit 2 Jahren selbst. Geht auch ganz einfach. Ich werde die nächsten Tage Rezepte online stellen. Auch eine Auflistung mit allen von uns verwendeten Plastikgegenständen im Bad und deren Alternativen. Bei etwas werde ich allerdings nicht auf Plastik verzichten: WC Papier. Nach Durchforstung diverser plastikfrei Foren und Blogs, weiß ich, dass es kein einziges WC Papier gibt, das nicht in Plastik verpackt ist. Auch das von uns verwendete Recycling Papier „Danke“ ist in Plastik verpackt. Plastikfrei-Fanatiker schreiben im Internet, dass sie aus alten Stoffresten Tücher nähen, diese dann verwenden und danach waschen. Dies geht mir dann doch zu weit. Wenn ich mir dann vorstelle ins Gäste-WC ein Eimer zu stellen, in den unsere Gäste ihre verwendeten Tücher schmeißen und ich sie dann waschen muss, nehme ich dann doch die Plastikverpackung des „Danke“-Papiers in Kauf. Schließlich wollen wir ja nur plastikfreier und nicht plastikfrei werden 🙂

Auf jeden Fall kann ich nur nochmals sagen, dass mir dieses Projekt wirklich Spaß macht. Wir arbeiten auch schon an einer Idee, das Plastikproblem mit anderen Themenbereichen zu kombinieren. Dazu aber mehr, wenn die Idee etwas ausgereifter ist.

Ich freu mich auf jeden Fall sehr, dass so viele den Blog verfolgen. Ich bin offen für Tipps und würde mich auch freuen, wenn auch ihr vielleicht ab und zu an das Thema denkt und eure Taschen von Zuhause mitnehmt und die Plastiktüten vom Geschäft verweigert oder auch vielleicht Mal zur plastiklosen Alternativen bei Produkten greift. Ich weiß, dass es eh schon ein paar Plastiktütenverweigere unter euch gibt, wäre toll wenn es noch mehr werden. Hier noch ein paar Tipps: http://www.utopia.de/galerie/verpackung-vermeiden-im-supermarkt?_ga=1.167056829.2014225205.1437997983

Ach ja: diese Woche bekam ich Besuch von zwei Freundinnen und beide brachten mir etwas plastikfreies mit. Toll, hat mich sehr gefreut.

gesch

Plastikfreier leben mit Cori